Marco Olmo – Eine Trail Runnig Legende

Marco Olmo – Eine Trail Runnig Legende

„Mein ganzes Leben lang war ich ein Looser. Ich laufe aus Rache dafür“ – “Io corro per Vendetta” Marco Olmo ist eine lebende Extreme Running Legende. Er fing spät an, als andere anfingen aufzuhören. In seinem “vorhergehendem Leben” war er Landwirt, LKW Fahrer und Arbeiter in der Zementfabrik seines Städtchens. Jetzt ist er 66 und es ist noch lange nicht Schluss mit internationalen Wettkämpfen. Marco ist aus Robilante, einer kleinen Gemeinde der Provinz Cuneo im Nord-Westen Italiens. Er wuchs in einer bäuerlichen Familie auf und als er 20 war, entfloh er dem Landleben und zog in die nächstliegende Stadt um in einer Zementfabrik zu arbeiten. Sein Schicksal im Leben wurde stark durch diese Entscheidung geprägt. Trotz seines Erfolges als Sportler, bezeichnet er sich als Verlierer im Leben. Marco Olmo ist in Europa gut bekannt, vor allem in seiner Heimat Italien, trotzdem löste er große Verwunderung aus als er 2007 und nochmals 2007 den Europas wohl bekanntesten Ultratrail Mont Blanc (UTMB) gewann und einige sehr bekannte Spitzen Trail Runner hinter sich ließ. Und das im Alter von 58, beziehungsweise 59. Der UTMB ist einer der härtesten und wichtigsten Endurance Rennen der Welt, mit einer Streckenlänge von 167 Km und über 24 Stunden ohne Zwischenstop. Ein unglaublicher Wettkampf bei dem viele Teilnehmer mit bewundernswerter Motivation über ihre physischen und mentalen Grenzen hinausgehen. Hier nur einige der von Marco Olmo’s erreichten Leistungen seit den 90er Jahren: 1996: Marathon des Sables (Marokko) 3. Platz 1997: Marathon des Sables (Marocco) 3. Platz 1998: Desert Marathon (Lybien) 1. Platz Marathon des Sables (Marokko) 4. Platz 1999: Desert Marathon (Lybien) 1. Platz Marathon des Sables (Marokko)...
DATEV Challenge Roth, das Ironman Rennen das eigentlich kein Ironman ist

DATEV Challenge Roth, das Ironman Rennen das eigentlich kein Ironman ist

Die Distanz ist die eines Ironmans, obwohl dieser Triathlon nicht Teil der offiziellen Ironman Serien ist.   Hintergrund Dieser Wettkampf wurde zum ersten Mal 1984 auf der Olympischen Kurzdistanz Distanz ausgetragen und seit 1990 auf der langen Ironman Distanz. Er war bis 2001 Teil der Ironman Serien und ist seit 2002 unabhängig der WTC (World Triathlon Corporation) und läuft unter dem Namen Challenge Roth. Nach der letzten Sponsorenänderung heißt er jetzt DATEV Challenge Roth und ist möglicherweise der wichtigste Triathlon auf Ironman Distanz Europas mit über 4.000 Teilnehmern.   Der Lauf Der erste Teil der Wettkampfes, die 3,86 Km lange Schwimmstrecke, findet im Main-Donau-Kanal, ca. 10 Km außerhalb von Roth statt. Die darauffolgende Radstrecke über 180 km (zwei Runden mit 86 km plus 8 km) führt über den Kalvarienberg bei Greding, den Solarer Berg (Stimmungshighlight der Strecke) und über Eckersmühlen (Stimmungsnest „Biermeile“) zurück nach Roth. Die Laufstrecke über 42,195 km ist eine doppelte Wendepunktstrecke entlang des Main-Donau-Kanals und endet in der Rother Innenstadt.   Weltrekorde die bei Challenge Roth aufgestellt wurden Weltrekord Männer: Jan Frodeno (DE), 2016  mit 7:35:39 Weltrekord Frauen: Chrissie Wellington (UK), 2011 mit 8:18:13 Challenge Series Der DATEV Challenge Roth ist ein erfolgreiches Geschäftsmodell und das Mutterunternehmen der Challenge Marke mit über 40 Wettkämpfen weltweit. Der Gründer und Veranstalter Felix Walchshöfer hat es wohl nie bedauert, im Jahr 2002 den Vertrag mit WTC gekündigt und seinen eigenen Ironman unter der Marke Challenge aufgebaut zu haben....
Mensen Ernst – Der erste Profi Ultra Runner

Mensen Ernst – Der erste Profi Ultra Runner

Mensen Ernst (1795–1843) wurde in Fresvik (Norwegen) geboren und verdiente seinen Lebensunterhalt durch Wetten, dass er eine bestimmte Streck innerhalb einer bestimmten Zeit laufen konnte.   PARIS – MOSKAU Anfang der 1830er plante Mensen Ernst von Paris nach Moskau in unglaublichen 15 Tagen zu laufen. Der Start dieses Abenteuers war für den 11 Juni 1832 angesetzt, dem Tag des 20 jährigen Jubiläums des Feldzuges von Napoleon nach Moskau, das ja bekanntlich mit einem großen Debakel endete. Ernst startete in Paris um 4:00 Früh und lief die insgesamt 2.500 Km in nur 14 Tagen mit einem beachtlichen Tagesdurchschnitt von über 175 Km. Ernst wurde erst als Held gefeiert nachdem seine Identität geklärt werden konnte, denn er kam in einem so bedauerlichen Zustand an, dass er zuerst für einen Bettler gehalten wurde und kam noch dazu einen Tag früher an, daher erwartete ich keiner. Nach tagelangen Banketten und Empfängen reiste er nach St Petersburg wo er sogar dem Zar Nikolaus I vorgestellt wurde, und das nachdem er seine Taschen mit 4.000 Franken durch die gewonnene Wette gefüllt hatte.   KONSTANTINOPEL – KALKUTTA Bei einem folgenden Abenteuer lief er die volle Strecke von Konstantinopel bis nach Kalkutta in nur 59 Tagen mit einem Durchschnitt von 140 Km pro Tag. Das ist auch heute eine atemberaubende Leistung, noch dazu wenn man bedenkt, dass er keinerlei technische Ausrüstung, keine geeigneten Laufschuhe und auch keine Energie Gels verwendete. Auch war dieser Teil der Welt im 19. Jahrhundert sicherlich noch weniger auf Sport Tourismus ausgerichtet als heute.   SEINE LETZTE HERAUSFORDERUNG Seinen letzten Ultralauf startete er von Bad Muskau (Deutschland) aus, um über Jerusalem nach Kairo...
Wer ist Emelie Forsberg?

Wer ist Emelie Forsberg?

„Laufen bedeutet für mich in der Natur zu sein, in den Bergen, in den Wäldern. Nirgends fühle ich mich so frei, und lasse den Stress und alle Probleme hinter mir zurück. Berge sind für mich Schlichtheit, Freiheit aber auch Verantwortlichkeit, alles was ich liebe“ Emelie Tina Forsberg (1986) ist eine schwedische Sportlerin und brachte angenehm frischen Wind in dei Trail Running Szene. Sie ist Europa- und Weltmeisterin im Skyrunning und beschreibt sich selbst als „Liebhaberin der Berge”. “Ich wuchs an der Ostküste Schwedens auf” sagt sie “dort gibt es nur kleine Hügel und ich bin eigentlich eher ein Wald-Girl, bin aber von klein auf in der freien Natur aufgewachsen.“ Sie wohnt zurzeit meistens in Tromso (Norwegen), aber falls du zufällig in Chamonix (Frankreich) bist, triffst du sie vielleicht wenn sie gerade von ihrem täglichen Training vom Mont Blanc zurückkommt. Obwohl Emelie immer gerne gelaufen ist, hat sie erst mit 20 ernsthaft damit begonnen. “Laufen muss nicht immer hart sein, geh einfach raus, erforsche neue Gegenden und hab Spaß” Die sympatische Forsberg wurde in den letzten Jahren nicht nur zur Skyrunning Weltmeisterin (2012) gekrönt sondern hat auch einige der härtesten Wettkämpfen gewonnen wir z.B.: Transvulcania, Ice Trail, Pikes Peak und Zegama. Bei der Skyrunning Meisterschaft 2013 in Italien hat sie sogar insgesamt 3 Medaillen mit nach Hause genommen, zweimal Gold und einmal Silber und neuerlich auch Gold beim Matterhorn Ultraks. Da werden in Zukunft wahrscheinlich noch mehr Medaillen kommen. Laufen und Berge sind aber nicht Forsbergs einzige Stärken. Als Hobby betreibt sie auch Backen und auf ihrer Homepage könnt ihr köstliche Rezepte für Energy Food entdecken wie zum Beispiel ausgezeichnete...
Schwingen – das schweizer Ringen

Schwingen – das schweizer Ringen

Vom bäuerlichen Zeitvertreib zum Nationalsport Schwingen (oder auch Hosenlupf) erfreut sich in der Schweiz an steigender Beliebtheit Hintergrund Schwingen ist ein Jahrhunderte alter Sport und seine wirkliche Herkunft ist etwas ungewiss. Eine Neubelebung des Schwingens brachte das erste Alphirtenfest zu Unspunnen 1805, zu einer Zeit, als die Schweiz unter französischer Fremdherrschaft litt. Der Anlass zu diesem Fest war ausdrücklich die Hebung des schweizerischen Nationalbewusstseins. Im 19. Jahrhundert wurde das Schwingen auch der städtischen Bevölkerung durch Schwingfeste und Turnlehrer nahegebracht. So wurde aus dem ursprünglichen Kampf der Hirten und Bauern der heutige schweizer Nationalsport. Schwingen wurde als Gelegenheit angesehen die Kraft der Männer eines Tals gegen die von anderen Gegenden zu messen. Seit der Gründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes 1895 wird dieser Sport institutionell geregelt. Die Schwinger Regeln Die Ringer tragen über ihren Kleidern eine kurze, aus Zwilch gearbeitete Hose. Der Ursprung ist wahrscheinlich eine traditionelle Hose die beim Schwingen einfach hochgekrempelt wurde. Der Kampfring ist ausreichend mit Sägemehl gepolstert und hat einen Durchmesser von 7 bis 14 Metern. Die beiden Kontrahenten geben sich zuerst die Hand und greifen sich dann an die sogenannte Schwingerhose und versuchen den Gegner durch das Anbringen von “Schwüngen” auf den Rücken zu zwingen ohne dabei die Hose loszulassen. Beide Schulterblätter müssen den Boden berühren. En Wettkampf dauert 10 bis 12 Minuten und der Gewinner erhält maximal 10 Punkte. Das wichtigste Schwingfest ist das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das nur alle drei Jahre stattfindet und auf dem 8 Runden ausgetragen werden. Der Sieger dieses Turniers wird zum Schwingerkönig ausgerufen. Der Siegespreis ist traditionsgemäß ein Muni (Stier). Schwingen? Verboten! Trotz der heutigen Beliebtheit, war Schwingen im 16....
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